Montag, 10. März 2014

Innerer Monolog

Innerer Monolog Tschicks                                                             13.02.2014

Ausgangssituation:     Tschick kommt nach dem „Abenteuer“ in ein Jugendheim

Ich hasse dieses quietschende Bett, das mich kaum schlafen lässt. Worin sicher schon Dutzend andere, genau wie ich, nachts wach lagen und sich sicherlich in einer ähnlichen Lage befanden wie ich gerade. Es war doch schön so, wie es war, warum musste es denn enden? Es hat sich doch so gut angefühlt, so frei von dem ganzen Mist hier Zuhause. Das war ein tolles Gefühl, durch die Nacht zu fahren mit dem alten Lada. Wie er durch jede Ritze den Fahrtwind hindurch ließ und er fürchterlich klapperte, wenn man über eine Unebenheit fuhr. Und neben mir Maik, wie es dem wohl gerade geht? Und wie wir abends auf dem Hügel  saßen und Bier getrunken haben, herrlich, ach Scheiße, warum ist es nur vorbei? Und mal ganz ehrlich, was ist denn schon groß passiert? Gut, die Unfälle aber dabei ist doch niemand ernsthaft zu Schaden gekommen. Und wie aufgeregt wir waren, in dem Moment, wo wir das Benzin klauen wollten und wie froh wir waren, als Isa uns helfen konnte. Isa, eine tolle Person, ob sie mich nicht mehr mag, seitdem ich die beiden am See gestört habe? Ach Scheiße, ich denke zu viel. Du hast es versaut und jetzt hör auf drüber nachzudenken!
Aber wenn ich an die Verfolgung denke, nachdem wir von dem Polizisten enttarnt wurden und wie Maik später dann auf dem Hügel hockte, das war schon komisch, ohne ihn. Ach Maik, ein echt guter Kumpel. Kumpel? Oder doch schon ein Freund? Ja, ich würde schon sagen, er ist ein sehr guter Freund! Oder? Seitdem ich ihm, in dem Lada vor dem Krankenhaus gesagt habe, dass ich schwul bin, meine ich in seinen Augen doch einiges gesehen zu haben. Fuck! Das ist das erste Mal, dass ich nicht weiß, ob ich jemanden liebe, begehre oder doch nur „mag“. Und jetzt regnet es draußen auch noch. Und was ist mit Isa? Sie ist echt ein tolles Mädchen, welches auch noch extrem gut aussieht, und ich habe bei ihr etwas gespürt, was ich vorher so noch nie bei einem anderen Mädchen gespürt habe etwas was aus meinem tiefsten Inneren kam. Aber Maik, nein, es ist sein Mädchen! Davon lass ich meine Finger. Verdammt, wenn ich doch nur eine Flasche Wodka hätte, dann könnte ich mich jetzt voll laufen lassen und würde hier nicht so rumhängen und darüber nachdenken, wobei eh nur Dreck rauskommt. Warum muss das Leben auch so kompliziert sein? Boah, und dann dieser Unfall, nachdem wir bei Horst Fricke waren. Das war auch ein merkwürdiger Kauz, lebte da in dieser toten Stadt und glotzt sicherlich immer noch auf dieses komische Bild. Und wie wir dann von dem „Nilpferd“, der dicken Frau die uns bei dem ersten Unfall geholfen hat, gefunden wurden und die mir den Fuß zertrümmert hat, aber das war dann auch schon egal und außerdem war die Fahrt geil, wie sie mir gezeigt hat, was man mit seiner Stimme alles machen kann, war echt krass! Und Maik, der hat sich voll Sorgen gemacht, echt süß, dabei hatten die Bullen doch keine Chance gegen das „Nilpferd“. Was für ein entzückendes Gesicht er macht, wenn er nicht mehr weiter Weiß, wie bei dem Telefonat im Krankenhaus. Scheiße, ich fang jetzt hier schon an zu heulen. Ok, vielleicht wird es ja nicht so schlimm werden vor Gericht, oder? Ach Scheiße, Alter mach dir nichts vor! Du kommst ins Heim und musst die nächsten 4 Jahre diese schrecklichen Personen, die sich „Betreuer“ schimpfen ertragen. Wenn ich wenigstens kontakt zu Maik hätte, aber ich darf ja nicht. Oder zumindest mit jemandem reden könnte, aber hier versteht mich ja eh keiner, die schauen dann höchstens, als wenn man der letzte Abschaum wäre. Ich muss hier irgendwie raus! Aber wie? Das ist hier gesichert wie ein Knast. Ach ich Hasse dieses Leben! Jetzt weiß ich, was mein Bruder immer meinte, wenn er sagte: „Warte mal ab, bis du mal richtig am Boden bist!“, und dazu dieses überhebliche Lächeln was ich so gehasst habe und vielleicht nicht mehr so bald sehen werde. Warum müssen solch tolle Geschichten immer so doof enden? Oder ist das vielleicht genau das, was mir das Schicksal sagen will? Dass mein Leben so enden soll!?

Dies ist eine Schulaufgabe, welche deshalb mit Fehlern versetzt ist, also besser nicht kopieren! ;-)
Dies soll nur als Inspiration dienen! Der Autor übernimmt keinerlei Verantwortung für die inhaltliche Korrektheit! 

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